Landschaftsarchitektur im Denkmalbereich

Das Torhaus einer ehemaligen Kaserne wird zu neuem Leben erweckt: In enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz entsteht eine Außenanlage, die historische Substanz bewahrt und zugleich zeitgemäße Freiräume eröffnet.

Historisches Pflaster in neuer Formensprache

Ein prägendes Element ist das historische Natursteinpflaster, das in gewaschenem Sand neu verlegt wird – bewusst ohne Betonfugen. In Kombination mit klar gesetzten Sichtbeton-Akzenten entsteht eine zeitgemäße Formensprache, die Tradition und Moderne verbindet. So bleibt der Charakter des Ortes erhalten, während eine langlebige und funktionale Oberfläche entsteht.

Pflasterweg zwischen Gärten führt zu einem Gebäude mit Satteldach, umgeben von grüner Vegetation und Bäumen.

Denkmalgerechte Sanierung mit ökologischen Akzenten

Die Freiflächen wurden denkmalgerecht saniert und mit einer naturnahen Staudenbepflanzung ergänzt. So verschmilzt die historische Architektur mit einer lebendigen Vegetation, die den Außenraum aufwertet, für Artenvielfalt sorgt und das Areal mit einer saisonalen Dynamik belebt.

Bunte Gartenpflanzen und Steine in der Sonne; kleine, violette Blüten und grüne Blätter neben glatten, runden Steinen.

Nachhaltiger Umgang mit Wasser

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Regenwasserbewirtschaftung. Ziel war es, die Kanalisation zu entlasten und Wasser vor Ort erlebbar zu machen. Dafür wurde ein spannendes System entwickelt: Niederschlag vom Dach fließt sichtbar aus einer Mauer in ein angrenzendes Beet und wird dort aufgefangen. Überschüsse können überlaufen und versickern – ein nachhaltiger Kreislauf, der Technik und Gestaltung vereint.

Fazit – Geschichte bewahren, Zukunft gestalten

Am Torhaus der Kaserne zeigt sich, wie Denkmalpflege und Landschaftsarchitektur Hand in Hand gehen können. Historische Materialien, eine klare architektonische Sprache und innovative Regenwasserlösungen machen die Freianlage zu einem Ort, der Vergangenheit respektiert und Zukunft denkt.

Fotografie: mw-L